Yves Béhar wurde 1967 im schweizerischen Lausanne geboren und fühlte sich bereits in seinen Teenagerjahren zum Design hingezogen. Von Anfang an erlaubte er sich, neue Ideen zu erforschen und mit ihnen zu experimentieren. Später studierte er Design in der Schweiz sowie am ArtCenter College of Design im kalifornischen Pasadena, bevor er 1999 sein Design- und Innovationsstudio Fuseproject gründete.
Im Laufe der Jahre hat Béhar über 100 Start-ups der Frühphase auf den Weg gebracht – darunter August, SNOO, TELO Trucks und Uber – sowie Hunderte von Produkten und Dienstleistungen für große Marken wie Samsung, Herman Miller, L’Oréal, SodaStream und Nivea. Seine Designphilosophie wurzelt in der Überzeugung, dass Design die Verbreitung neuer Ideen beschleunigt und Produkte sowie Erfahrungen formt, die Kategorien definieren und unsere Lebensweise verändern.
Béhar ist bekannt für die Schöpfung ikonischer Produkte, die neue Kategorien begründen. Zu den nennenswerten Beispielen zählen der intelligente Stubenwagen SNOO, der den Babyschlaf und die Sicherheit verbessert, sowie der Bürostuhl Sayl von Herman Miller, der für sein innovatives Design und seine Ergonomie bekannt ist. Sein Portfolio umfasst zudem den Samsung Frame TV, der Kunst und Technologie miteinander verbindet, indem er sich bei Nichtgebrauch in ein Kunstwerk verwandelt.
Über Konsumgüter hinaus hat Béhar Fuseproject auf humanitäre Initiativen ausgerichtet, darunter eine Partnerschaft mit der Non-Profit-Organisation The Ocean Cleanup sowie „See Better to Learn Better“, ein Programm, das jährlich 500.000 kostenlose Korrektionsbrillen an Schulkinder in Mexiko und Kalifornien vergibt. Béhar ist der einzige Designer, der für seine Beiträge zu lebensverbesserndem Design mit dem renommierten INDEX Award ausgezeichnet wurde.
Zunehmend konzentriert sich Béhar auf die Integration von KI und Robotik, um intelligente, humanzentrierte Lösungen zu schaffen. Seine Arbeit auf diesem Gebiet umfasst unter anderem das Design von Moxie, einem emotional intelligenten Roboter-Gefährten, der von Embodied entwickelt wurde, um die soziale, kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern zu unterstützen. Er arbeitete zudem mit Intuition Robotics an ElliQ, einem KI-gestützten Roboter, der Senioren durch Gesellschaft und Hilfe bei alltäglichen Aufgaben unterstützt, wodurch sowohl Unabhängigkeit als auch Wohlbefinden gesteigert werden. Darüber hinaus ging Fuseproject eine Partnerschaft mit AES ein, um Maximo zu entwerfen – einen KI-gesteuerten Roboter, der Solarmodule in der halben Zeit zu halben Kosten installiert. Durch diese Projekte definiert Béhar neu, wie sich Robotik und KI nahtlos in den Alltag integrieren lassen, um reale Herausforderungen zu lösen.
Béhars Arbeiten sind in den Dauerausstellungen renommierter Museen weltweit vertreten, darunter das Museum of Modern Art in New York, das San Francisco Museum of Modern Art, das Centre Pompidou und das Art Institute of Chicago. Als häufiger Redner zu den Themen Design, Nachhaltigkeit, Technologie und Unternehmertum ist Béhar bereits bei TED, dem Weltwirtschaftsforum in Davos und der Clinton Global Initiative aufgetreten. Darüber hinaus ist er als Künstler-Kurator im Board of Directors des San Francisco Museum of Modern Art tätig.
Im Laufe seiner Karriere hat Béhar über 300 Auszeichnungen erhalten, darunter den Design Miami/ 2015 Design Visionary Award, die Auszeichnung „Design of the Year“ des London Design Museum, den Cooper Hewitt National Design Award sowie den IDSA „Design of the Decade“ Award. Das TIME Magazine ernannte Béhar zu einem seiner Top 25 Visionaries, und Forbes zeichnete ihn kürzlich als den „einflussreichsten Industriedesigner der Welt“ aus.