NEUINSZENIERUNG DER AUSSTELLUNG "KLO & SO"

In Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Gmunden und der Museumsdirektion wurde im April 2012 ein völlig neues Konzept rund um die Geschichte der Sanitärkeramik ausgearbeitet. Unter dem Titel „Stille Orte. Stille Zeugen. Kulturgeschichte rund um Klo & Bad“ wurden die weltweit einzigartigen Exponate und die eine oder andere Kuriosität des Sanitärmuseums Klo & So neu inszeniert. Besucherinnen und Besucher werden zu einer unterhaltsamen und zugleich informativen kulturhistorischen Entdeckungsreise eingeladen.

Die Geschichte von Klo & So
Seit 2008 präsentiert sich das Sanitärmuseum Klo & So als kulturhistorischer Beitrag zur Geschichte der Gebrauchskeramik im K-Hof. Davor waren die insgesamt über 300 Objekte ab 1998 im Pepöckhaus in Gmunden ausgestellt. Es beleuchtet gut umgesetzt und neu interpretiert neben der Sanitärkeramikproduktion auch den Wandel bei den Hygienestandards und vermittelt zudem eine spannende sowie originelle Geschichte rund ums sogenannte "Stille Örtchen". Selbst das  vermeintlich „normalste Bedürfnis der Welt“ bedurfte einer Entwicklung und hat sich als Wirtschaftszweig etabliert; auch wenn die Erfindung des neuzeitlichen Wasserklosetts bereits in das ausgehende 16. Jahrhundert datiert, dauerte es noch lange, bis es Leibstühle, Zimmerklosetts oder Nachttöpfe in den Haushalten verdrängen sollte.

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Gründer der Sammlung
Fritz Lischka, der ehemaliger Werksdirektor Engelhof Gmunden (heute LAUFEN) war der Gründer der Sammlung.
Im Jahre 1966 fand man auf einem Bauschutthaufen in Gmunden ein fast unbeschädigtes WC mit blaudekoriertem Relief aus dem Jahr 1904. Es stellte sich heraus, dass dieses WC aus einer Keramikfabrik stammte, die im Eigentum eines der Vorgängerunternehmen von LAUFEN war. Somit war für den damaligen Werksdirektor des Engelhof Gmunden (heute LAUFEN) die Sammelleidenschaft geweckt. Von nun an wurde systematisch gesammelt. Die Exponate wurden dem Klo & So als Dauerleihgabe übergeben. Bis heute unterstützt LAUFEN die Sammeltätigkeit sowie das Museum und sieht dies als öffentliche Verantwortung zur Wahrung von wichtigem Kulturgut.

Alle Stücke gehören LAUFEN oder privaten Leihgebern. Als Kurator fingiert Alfred Zinnhobl, ehemaliger Mitarbeiter im Werk Gmunden.

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