INNOVATIVE KERAMIKSYSTEME

Keramik in der Architektur: Innovative Lösungen für die baulichen Anforderungen der Zukunft

Wilhelmsburg/Wien, Oktober 2015. Martin Bechthold, Professor of Architectural Technology der Harvard University, sprach auf Einladung von LAUFEN am 2. Oktober in Wien zum Thema „Keramik als innovatives Baumaterial für fortschrittliche Architektur“.

Keramik – der älteste Werkstoff der Menschheit. Faszinierend in Bezug auf Haptik, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. Internationale Architekten realisieren damit mittlerweile Dinge, die noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wären. Das weiß niemand besser als Martin Bechthold, Professor of Architectural Technology der Harvard University, der auf Einladung von LAUFEN im Rahmen einer internationalen Konferenz des American Institute of Architects (AIA, vom 1. bis 4. Oktober 2015 in Wien) zu Architekten, Architekturstudenten, -journalisten und Gästen des AIA spricht.

Die Grundlage seines englischsprachigen Vortrags zum Thema ‚Ceramics: Innovative Material System for Advanced Architecture’ bildet sein Buch ‚Ceramic Material Systems in Architecture and Interior Design’, das soeben im Birkhäuser-Verlag erschienen ist und in Zusammenarbeit mit Anthony Kane und Nathan King entstand. „Der Einsatz von Keramik in der Architektur beschränkte sich lange Zeit auf die Dekorierung von Oberflächen. Innovationen bei Materialtechnologie, Produktionsmethoden und Montagesystemen erlauben heute die Kombination der emotionalen Attraktivität des Materials mit neuer Funktionalität. Keramische Materialien entwickeln sich zu Gesamtlösungen für Fassaden, Dächer und Innenwände“, so Bechthold.

Architektur-Keramik, mehr als Oberflächen-Dekoration
Die heute verwendeten, präzise abgestimmten Tonmischungen lassen sich unter Einsatz computergesteuerter Brennöfen nämlich so anpassen, dass das Werkstoffverhalten genau den jeweiligen Anforderungen entspricht. „Unflexible Systeme der industriellen Massenfertigung werden ergänzt durch Hersteller, die bei der Entwicklung individueller Lösungen für Gebäude eng mit Architekten zusammenarbeiten. Projektspezifische Planungen keramischer Bauteile werden zunehmend durch digitale Werkzeuge gestützt, die den gesamten Lebenszyklus des Materials erfassen – von der Fertigung bis zur teilwiese robotischen Montage“, schreibt Bechthold im Vorwort seines Buches.

Auch die Glasurtechnologie gehört dabei stets zu den zukunftsweisendsten Aspekten von Keramikelementen. Diese Tradition setzt sich mit modernen Errungenschaften wie Glasuren mit selbstreinigender oder schadstoffreduzierender Wirkung fort.

Performative Keramik
Diese Systeme bestehen aus Keramikelementen, die in einer eigenen Schicht angeordnet sind und mit ihrem Umfeld auf neue, performative Weise interagieren. Mit solchen Elementen lässt sich heute die Übertragung von Feuchtigkeit, Wärme oder Schall gezielt steuern. Zudem dienen sie der Pufferung und Modulation des Tageslichteinfalls.

Diese Entwicklungen bieten Architekten und Planern heute neue Chancen, ästhetisch ansprechende Keramiksysteme zu entwerfen, die sowohl konstruktiv als auch in Bezug auf die Umwelt eine aktive Funktion übernehmen und weit über die allgegenwärtige Fliese als Lösung für wasserbeständige, langlebige Oberflächen hinausgehen. „Keramische Materialsysteme umfassen das gesamte ‚Ökosystem’: von der Rohstoffgewinnung und -aufbereitung über die Produktion und Montage von Elementen bis hin zu ihrer letztlichen Wiederverwendung oder ihrem Recycling. Die Architektur - Keramik spielte lange nur eine untergeordnete Rolle, präsentiert sich aber heute zunehmend in der modernen Bau- und Entwurfskultur“, resümiert Bechthold.

Im Zuge seines Vortrags präsentiert der ausgewiesene Keramik-Experte auch inspirierende Arbeiten der besten Beispiele aktueller keramischer Systeme und die vielversprechendsten neuen Entwicklungen und Forschungen, die wohl die Zukunft von keramischen Elementen und Prozessen prägen werden.

Welt-Neuheit SaphirKeramik: das Material der Zukunft von LAUFEN
Da LAUFEN die Begeisterung hinsichtlich der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Keramik teilt, ist es uns eine besondere Freude und Ehre, Universitätsprofessor Bechthold begrüßen zu dürfen. Und das im Heimatland zweier LAUFEN-Werke und im Ursprungsland der revolutionären SaphirKeramik“, so Michael Bauer, Sales- & Marketing Manager von LAUFEN Austria.

SaphirKeramik ist eine Weltneuheit – ein völlig neuartiges, extrem leistungsfähiges und äußerst vielseitig einsetzbares Material, das von LAUFEN in Österreich entwickelt worden ist. Damit sind nun auch große Waschtische (120 Zentimeter in der Serie „Kartell by LAUFEN“) mit extrem dünnen Wandungen realisierbar. SaphirKeramik beeindruckt mit seiner strahlend weißen Farbe sowie einer besonderen Härte und Biegefestigkeit, die jener von Stahl entspricht. Dadurch sind viel dünnere Wandstärken als mit herkömmlicher Keramik und spezielle Oberflächen-Texturen realisierbar.

Mit diesem Hightech-Material entwickelte LAUFEN eine ganze Generation an neuartigen Waschtischen und Waschtisch-Schalen mit sehr grafischen, minimalistischen und modernen Formen, ohne auf die Vorteile traditioneller Keramik verzichten zu müssen.

Druckguss, eine Innovation von LAUFEN
Gefertigt werden die SaphirKeramik-Exponate nun erstmals auch mit der Druckguss-Technologie, ein wichtiger Schritt in der industriellen Fertigung. Dies ist eine bahnbrechende Technologie für die gesamte Industrie, die von LAUFEN in den achtziger Jahren entwickelt worden ist. Die ersten Druckguss-Stücke wurden 1981 in Wilhelmsbug gefertigt.

Seit 2013 liefert LAUFEN Waschtische aus den Serien ‚Living Square’ und ‚Kartell by LAUFEN’ in SaphirKeramik-Qualität in großer Stückzahl aus. Aus SaphirKeramik auf industrieller Basis serienmäßig gefertigt werden auch die 2015 präsentierten Kollektionen VAL und INO. Letztere sind in Kooperation mit Konstantin Grcic (Wallpaper Designer of the Year) und Toan Nguyen entstanden und wurden schon mit Design-Preisen ausgezeichnet. Für den Weltmarkt produziert werden diese Designer-Exponate in den beiden österreichischen LAUFEN-Werken im oberösterreichischen Gmunden und niederösterreichischen Wilhelmsburg – von speziell ausgebildeten Keramikern mit großem Know-how. Die Innovation SaphirKeramik ist auch Teil des aktuellen Buches von Univ.-Prof. Martin Bechthold (‚Ceramic Material Systems in Architecture and Interior Design’).

 

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LAUFEN Austria AG – ein österreichisches Unternehmen mit Schweizer Mutter – ist der Spezialist für Komplettlösungen im Badbereich und das einzige Unternehmen, das in Österreich Sanitärkeramik erzeugt. An den zwei Produktionsstandorten – Wilhelmsburg (Niederösterreich) und Gmunden (Oberösterreich) – entsteht Sanitär-Keramik fürs Bad, die für ihre Qualität weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Weitere Informationen unter www.laufen.co.at.
 
 
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Mag. Melanie Berger
Marketing & Communication Manager
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